Die Kraft der Familie.
Nachhaltiges Unternehmertum
von Generation zu Generation

Seit über 125 Jahren prägt die Familie Grohe die Art und Weise, wie Menschen mit Wasser umgehen. Unsere Familie hat das Duschen erfunden und mit ihrem Erfindungsgeist zu einem festen Bestandteil der Alltagskultur gemacht. Mit hansgrohe und GROHE haben wir Marken begründet, die bis heute den Maßstab für Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft im Sanitärmarkt definieren. Es gibt wohl nur wenige Familien, die generationenübergreifend den gesamten Lebenszyklus erfolgreicher Unternehmen so nah mitgestaltet haben wie wir. Heute beteiligen wir uns auch an anderen vielversprechenden Unternehmen und geben unseren Erfahrungsschatz im Produktdesign, in der Organisationsentwicklung und in der Internationalisierung an neue Generationen weiter.

  • 1901   
  • 1920er
  • 1930er
  • 1940er
  • 1950er
  • 1960er
  • 1970er
  • 1980er
  • 1990er
  • 2000er
  • 2010er
  • 2020er

1901

Die Anfänge am Ufer der Kinzig

Am 15. Juni 1901 gründete Otto Johannes – genannt Hans – Grohe in Schiltach im Kinzigtal einen Betrieb für Metalldrückwaren. Der gelernte Tuchmacher aus Luckenwalde bei Berlin, wagt damit ...

einen Neuanfang, und von Anfang an spielt das Wasser eine Rolle. Es treibt die Maschinen an, mit denen er Weckergehäuse für die Schwarzwälder Uhrenindustrie, seine Küchensiebe, Baldachinlampen, Ofenrohrrosetten und Wassersteinseier fertigt.

1905

Am Wasser hängt alles

Im Schiltacher Handelsregister von 1905 findet sich der erste Brausekopf von Hans Grohe eingetragen. Die schwierigen hygienischen Verhältnisse um die Jahrhundert­wende führen den jungen Unternehmen zu seinem Kerngeschäft – und zur ersten wassersparenden Innovation.

Als erschwinglichen Alternative zum verschwenderischen Baden leistete die Brause gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit.

1908 - 1933

Chancen im Großhandel
und im Ausland

Hans Grohe beweist nicht nur Kreativität, sondern auch unternehmerisches Geschick. Schon 1908 beliefert er nicht mehr einzelne Installateure, sondern direkt den Großhandel.

Er ergreift früh Chancen auf ausländischen Märkten und liefert ab 1907 nach Amsterdam, später in die Schweiz. 1933 erscheint der Produktkatalog erstmals mehrsprachig in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. So sichert er das Überleben und Wachstum seines Betriebs.

1928

Die Dusche als kultureller
Wandel

Hans Grohe etabliert das Duschen als festen Bestandteil des Alltags. Sie sind praktisch, erschwinglich und benötigen weniger Wasser als ein Vollbad. Auf die fest montierten Kopfbrausen folgen 1928 die komfortableren

Handbrausen mit dem stilbildenden Porzellangriff . Mit seiner Vision, Wasser effizient und komfortabel für die breite Bevölkerung zugänglich zu machen, setzt er Maßstäbe – und einen Meilenstein in der Sanitärgeschichte.

1934

Ein umfassendes Sortiment
für die Dusche

Das Unternehmen Hans Grohe bietet erstmals automatische Wannen- und Überlaufgarnituren an – und hat damit ein komplettes Sortiment rund um das Duschen zu Hause im Angebot.

1936

Ein zweites
Familien­unternehmen

1936 verließ Hans Grohes zweiter Sohn Friedrich (1904–1983) das Unternehmen und übernahm mit Zustimmung seines Vaters in Hemer in Nordrheinwestfalen das 1911 als „Kleineisenfabrik“

gegründete Unternehmen Berkenhoff & Paschedag. Nach der Übernahme konzentrierte der junge Unternehmer die Fertigung auf Sanitärarmaturen. Damit lieferte die Familie Grohe erstmals das komplette Angebot für das modern werdende Bad.

1948

Die erste Markenbildung

Nach einem Zerwürfnis mit seinem Vater konzentriert sich Friedrich Grohe zunächst ganz auf sein Unternehmen in Hemer und benennt es in „Friedrich Grohe Armaturenfabrik“ um.

1953

Mühelos einstellbar

Dank der Erfindung der Duschstange – eine Innovation von Hans Grohe im hohen Alter – lassen sich Höhe und Neigung der Handbrause erstmals flexibel einstellen. Damit hat Hans Grohe alle Komponenten erfunden, die auch heute noch ein modernes Bad ausmachen.

1953 - 1975

Die Brüder halten zusammen

1953 wird Hans jun. zum Geschäftsführer. Als der Firmengründer Hans Grohe 1955 stirbt, gehen die Firmenanteile an seine Söhne Hans jun., Friedrich und Klaus über. 1960 stirbt überraschend auch Hans Grohe jun.

Friedrich Grohe übernimmt nun die alleinige Geschäftsführung – in Schiltach und in Hemer. Jedes Unternehmen hat seine Schwerpunkte, aber der Vertrieb erfolgt über dieselben Kanäle, und auf Messen treten sie gemeinsam auf.

1956

Erfolg durch Internatio­nalisierung

Nach dem Tod seines Vaters führt Hans Grohe jun. das Auslandsgeschäft fort. 1956 exportiert Hans Grohe erstmals Produkte in die USA und präsentiert

sich auf Auslandsmessen in Barcelona und Paris, später auch in Mailand und Teheran. Die internationale Kundschaft wächst stetig. 1967 exportiert Hansgrohe bereits in 40 Länder.

1956

Stärkung durch Übernahmen

Die Firma Friedrich Grohe übernimmt die Carl Nester Armaturenfabrik in Lahr.

Im selben Jahr bringt Grohe ein automatisches Mischventil mit Thermostat unter dem Namen Skalatherm auf den Markt, das als „Volksthermostat“ vermarktet wird.
Das Werk in Lahr ist bis heute ein wichtiger Standort für die GROHE AG, mit herausragender Fertigungskompetenz und modernsten Oberflächenveredelungsverfahren.

1962

Temperatur und Druck mit einer Hand

Friedrich Grohe erwirbt 1962 die exklusive Lizenz für den von Alfred M. Moen entwickelten Einhebelmischer.

Mit dieser Schlüsselinvestition bringt das Unternehmen einfach zu bedienende Badarmaturen in den Massenmarkt.

1970er-Jahre

Der Designer unter den Tüftlern

Mit einem Gespür für „die gute Form“ revolutioniert Klaus Grohe die Branche. Bereits in den 1960er Jahren engagiert er Industriedesigner.

Gemeinsam mit Esslinger-Design entsteht die farbige TRI-BEL-Brause – ein echter Hingucker mit drei Strahlarten. Sie bringt Farbe ins Bad und wird als erstes Produkt des Unternehmens mit einem Designpreis ausgezeichnet.

1977

Chef mit Bodenhaftung

1977 wird Klaus Grohe alleiniger Geschäftsführer von Hansgrohe. Trotz der Führungsrolle bleibt er nahbar und pragmatisch. Krawatten? Fehlanzeige. Klaus Grohe lebt Offenheit vor und etabliert einen Führungsstil, der geprägt ist von ...

Teamgeist, Innovation und Qualitätsanspruch. Entsprechend seinem Grundsatz „Das Gute ist der Feind des Besseren“ ist er bereit, Bestehendes in Frage zu stellen und immer wieder neue Wege einzuschlagen.

1980er-Jahre

Frische Marke, frisches Marketing

1984 erhält das Unternehmen mit der neuen Corporate Identity ein frisches Erscheinungsbild – von Verpackungen bis zur Farbcodierung. Zur damaligen Zeit ist das ein Novum für ein mittelständisches ...

Unternehmen. Gleichzeitig setzt der Firmenchef auf modernes Marketing für einen starken internationalen Auftritt.

1980er-Jahre

Der Zeit voraus

Bereits in den 1980er-Jahren, lange bevor der Begriff Nachhaltigkeit in aller Munde ist, setzt Klaus Grohe auf umweltbewusstes Handeln: „Der Klimawandel ist doch nicht ferne Zukunft, er ist Realität. Zur Verminderung der CO2-Emissionen muss die ganze Gesellschaft beitragen. Wir stellen heute die Weichen für übermorgen.“

1987 bringt Hansgrohe mit der Mistral-Eco die erste wassersparende Handbrause auf den Markt. Sie reduziert den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent.

1983 bis 1985

Ein neuer Teilhaber

Friedrich Grohe stirbt 1983. Seine Nachkommen verkaufen ihre Anteile an Hansgrohe – insgesamt 27 Prozent des Unternehmens – an den amerikanischen Sanitär- und Baustoffkonzern Masco Corporation.

Damit findet die unternehmerische Zusammenarbeit zwischen den Familien Klaus und Friedrich Grohe ein Ende.

1990er-Jahre

Tochter­gesellschaften und WaterStudios

Mit der Gründung von Tochtergesellschaften in Europa, Asien, Amerika und Afrika entwickelt sich Hansgrohe Anfang der 1990er-Jahre von der Exportfirma zum internationalen Unternehmen.

In Metropolen wie Turin, Wien, London, Schanghai, Atlanta, Buenos Aires, Moskau, Johannesburg und Mexiko-Stadt entstehen Niederlassungen. Showrooms und WaterStudios in Städten wie Paris, London, Berlin, Mailand, Mumbai, Schanghai und Lissabon machen Innovation und Design erlebbar.

1993

Eine zweite Marke

Mit AXOR schafft Hansgrohe eine zweite, klar positionierte Designmarke für das Premiumsegment. Das ist unternehmerisch vielleicht die wichtigste Markeninnovation seit der Einführung von der Marke hansgrohe.

Die ersten Produkte aus der Feder von Philippe Starck verwandeln das Prinzip einer einfachen Handpumpe in zeitloses, auf das Wesentliche reduziertes Design.

1999

Das Familienerbe bewahren

1999 gründen die Mitglieder der Familie Klaus Grohe die Syngroh Beteiligungsgesellschaft mbH.

Das Ziel:  die von der Familie Grohe gehaltenen Anteile an der Hansgrohe SE zu bündeln und dauerhaft im Familienbesitz zu halten. Gleichzeitig wird der Grundstein für unternehmerische Aktivitäten der Familie außerhalb von Hansgrohe gelegt.

2001 bis 2016

Die Tradition fortsetzen

Mit Philippe Grohe (* 1967), dem zweitältesten Sohn von Klaus Grohe, nimmt erstmals ein Vertreter der dritten Generation wichtige Aufgaben im Unternehmen Hansgrohe wahr.

Philippe Grohe verantwortet von 2001 bis 2016 die Designmarke AXOR. Er setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit namhaften Designern wie Philippe Starck oder Patricia Urquiola und verhilft der Marke zum internationalen Durchbruch.

2002

Masco übernimmt die Mehrheit

2002 verkaufen auch die Nachkommen von Hans Grohe jun. ihre Anteile an Hansgrohe und machen die Masco Corporation zum Mehrheitseigner.

Die Familie von Klaus Grohe bleibt mit 32 Prozent an Hansgrohe beteiligt und führt das Unternehmen weiter. Die strategisch passende Partnerschaft zwischen dem Konzern Masco und dem Familienunternehmen zahlt sich aus und beschleunigt das Wachstum von Hansgrohe – auch wenn der Schritt zunächst nicht einfach ist.

2003

Innovationen zur Jahrtausend­wende

Auch Richard Grohe (* 1965), der älteste Sohn von Klaus Grohe, treibt die Produktentwicklung voran.

Er kombiniert die großen Duschscheiben der Kopfbrausen mit dem kurzen Griff der Handbrausen – und löst damit einen neuen Trend in der Duschkultur aus.

2008 bis 2016

Wasser ist hansgrohe!

Von 2008 bis 2016 ist Richard Grohe stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und leitet die Bereiche Innovation und Marke. Mit zahlreichen Neuentwicklungen macht er die Marke hansgrohe zum international anerkannten Premium-Label.

2016

Vom Vorstand in den Aufsichtsrat

2016 überschreitet Hansgrohe erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro Umsatz und entwickelt sich immer mehr zu einer prozessgesteuerten, globalen Organisation.

Zeitgleich endet die direkte operative Führung durch die Gründerfamilie; seither wirkt sie über den Aufsichtsrat an der Unternehmens­entwicklung mit. 2018 übernimmt Hans Jürgen Kalmbach den Vorstandsvorsitz.

2017

Als Familie aktiv werden

2017 erweitert die Familie ihre Beteiligungsstruktur: Die Syngroh Capital GmbH wird von der Familie Grohe geführt und dient als Vehikel für neue Direktbeteiligungen und Investmententscheidungen.

Die Syngroh Advisory GmbH ist mit professionellen Investmentbankern besetzt und übernimmt die Identifikation, Prüfung und Entwicklung geeigneter Beteiligungen. Gemeinsam ermöglichen es die Gesellschaften der Familie, ihre unternehmerische Erfahrung in neue Beteiligungen einzubringen.

Ab 2018

Ein neuer Fokus

2018 schlägt die Familie Grohe ein neues Kapitel ihrer unternehmerischen Tätigkeiten auf und beteiligt sich erstmals an einem Unternehmen – am Lichtspezialisten KMLS.

Danach folgen fast jährlich neue Beteiligungen, die einem klaren Schema folgen: Investiert wird in innovative mittelständische Unternehmen mit Schwerpunkt auf Nachfolgelösungen, langfristigem Wachstumskapital und der Finanzierung von Modernisierungs- und Internationalisierungsprozessen, die ein nachhaltiges Wachstum der Beteiligungen garantieren.

2019

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Novopress GmbH Pressen und Press­werk­zeuge & Co. KG

Ziel: Ausbau des internationalen Vertriebs- und Servicenetzes.

2021

Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Zircon Medical AG

Ziel: Internationalisierung, vor allem in Europa und den USA.

2022

Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Private Client Bank AG

Ziel: Steuerung und Verwaltung der eigenen Finanzanlage.

2022

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der TermaCook GmbH

Ziel: Strategische Wachstumsfinanzierung, Weiterentwicklung der Organisations- und Finanzierungsstruktur.

2024

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Carl Benzinger GmbH

Ziel: Langfristige Nachfolgeregelung.

2026

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Kraft & Bauer Holding GmbH

Ziel: Strategische Wachstumsfinanzierung, Internationalisierung.